Entwicklungspartnerschaften

Was sind Entwicklungspartnerschaften im Privatsektor?

Ganz gleich ob es um die Ausbildung lokaler Fachkräfte geht, um die Anwendung klimafreundlicher Technologien oder um die Einführung sozialer Mindeststandards in Unternehmen, die Ziele des Privatsektors und Organisationen der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit schneiden sich oftmals. Entwicklungspartnerschaften mit dem Privatsektor (DPP) befassen sich mit öffentlichen sowohl als auch privaten Unternehmen, die in gemeinsamen Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern kooperieren. Dabei bringen die jeweiligen Partner ihre eigene Expertise mit ein und teilen sich sowohl Verantwortungsbereiche und Kosten.

Wie profitieren Menschen in Partnerländern?

Die Vorteile für die lokale Bevölkerung sind zahlreich. Partnerschaften können einem Land neue Fähigkeiten und Wissen bringen, bei der Verbesserung sozialer und ökologischer Standards helfen, Arbeitsplätze schaffen und die Steuerbasis erhöhen. Indem sie mit dem Privatsektor zusammenarbeiten, können öffentliche Unternehmen private Mittel in entwicklungspolitisch-relevante Projekte steuern und zugleich zusätzliche Mittel akquirieren. Weiterhin profitieren Entwicklungsorganisationen durch die Innovationskraft und durch das Knowhow des Privatsektors.

Welche Vorteile ergeben sich für Unternehmen durch develoPPP.de?

Entwicklungs- und Schwellenländer sind die Märkte von Morgen. Jedoch erwecken unzureichende legale Rahmenbedingungen, schwach aufgestellte Ausbildungseinrichtungen und Engpässe in der Infrastruktur sowie teilweise auch kulturelle Hindernisse oftmals ein pessimistisches da risikoreiches Geschäftsklima bei ausländischen Unternehmen. Eine Zusammenarbeit mit den Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit kann dazu beitragen, diese Risiken zu vermindern. DEG, GIZ und sequa arbeiten seit mehreren Jahren für zahlreiche Partnerländer. Sie haben Zugang zu einem weitreichenden Netzwerk aus Partnern aus der Regierung, dem Privatsektor, lokalen Behörden, Handelskammern und Nichtregierungsorganisationen. Mit ihrer Erfahrung in der Steuerung komplexer Prozesse und ihrer sonstigen Expertise sind sie bestens für eine Partnerschaft mit dem Privatsektor gerüstet.

Was ist develoPPP.de?

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt Unternehmen, die sich durch das develoPPP.de-Programm in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wollen. Sie können eine finanzielle Unterstützung von bis zu 200.000 EUR erhalten. In allen Fällen muss ein Anteil von 50% der Kosten selbst von dem Unternehmen getragen werden. Ausgeführt wird das Programm im Auftrag des BMZ, der Deutsche Investitions- und EntwicklungsgesellschaftmbH (DEG), der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und sequa GmbH. Seit dem Programmstart im Jahr 1999 haben diese drei Organisationen über 1500 Partnerschaften mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), Technologiefirmen und internationalen Gruppen realisiert. Dabei haben die Partnerschaften eine Dauer von bis zu drei Jahren und umfassen Energieprojekte, Wasser- und Abwassermanagement sowie Berufsausbildung bis hin zu Produktzertifizierung und Supply Chain Management.

Ansprechpartner

Chioma Nwagboso
BDSU Consultant/GIZ
DGIC International Services
nwagboso(at)lagos-ahk.de
+234 1 2700746 Ext: 104